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Traditionell Chinesische Medizin

Die Magie hinter Li

Da steige ich die Treppen hinauf und freudestrahlend begrüßt mich eine kleine, herzliche und schöne Frau. TCM begeistert mich bereits seit einigen Monaten. Die Elemente, die Meridiane, das gesamte Verständnis ist anders als alles was ich zuvor kannte. Auf der Suche nach Heilmassagen, die nicht nach Schema F praktiziert werden, sondern individuell auf den Menschen angepasst werden, fand ich Frau Li. Bereits ihre Berührungen wirkten auf mich sehr beruhigend und entspannend. Doch als sie so richtig loslegte bemerkte ich schnell, dass ich es hier mit einer wahrhaftigen Heilerin zu tun habe.

Die Sprachbarriere stand manchmal zwischen uns, aber mit ihrer Körpersprache und Ausstrahlung verstand ich meist welche Botschaft sie transportieren will. Sie ging die richtigen Wege entlang meines Körpers. Sie erkannte die Schmerzpunkte und versuchte äußerlich für absolute Entspannung, für das Loslassen zu sorgen.
Und doch fand sie sehr klare Worte im Nachgang der Behandlung für mich. Es ist nicht der Kiefer, der zubeißt. Das bin ich. Meine Gedanken, alles was in meinem Kopf passiert, lässt die Probleme in meinem Körper entstehen. Umso erfrischender empfand ich daher ihre Ratschläge in mich zu gehen und zu ergründen, weshalb ich auf die Zähne beiße. An was beiße ich mir die Zähne aus. Egal welche äußerlichen Versuche ich wage, auch wenn sie zeitweilig für Entspannung sorgen, sie werden immer wieder auftauchen, wenn ich im Kopf nicht loslasse.

Ursache

Ihre Philosophie zur Lösung bezieht sich weniger auf die Ursache des Beißens, sondern die aktuelle Problematik. Sofern ich herausfinde was mich aktuell zu beißen lässt, kann zu einem entsprechend Umgang damit führen. Ich muss zuerst herausfinden weshalb ich auf die Zähne beiße. Entspannter Geist, entspannter Körper. Eine Entspannung des Körpers, welche von außen erzeugt wird, hilft für den Moment in jedem Fall, ist aber nie so langfristig wie die erste Variante. Wobei die brandaktuelle Thematik global gesehen dieselbe sein kann, die sie bspw. das letzte Mal gewesen ist. Eine grundlegende Überzeugung über mich, mein Umfeld, meine Umwelt.

Sie erkannte an meiner Hautstruktur, dass ich sehr viel Feuer besitze. Ein loderndes Feuer im Inneren, dass sich bspw. über die Haut den Weg nach außen sucht. Loderndes Feuer bedeutet jedoch gleichsam Unruhe. Inneres Feuer, innere Unruhe. Das Feuer muss also raus, liegt doch auf der Hand? Mit verschiedenen, teils weniger streichelnden Techniken regte sie meine Entgiftung an, auch hier verwies sie auf meine Darmkur, welche zusätzlich ausgezeichnet wäre, allerdings nie die Lösung für die Grundproblematik sein kann.

Sie schaute mich an und bemühte sich die richtigen Worte zu finden. Als würde sie mich und meine eigenen Unsicherheiten seit Jahren kennen, sagte sie zu mir: egal was du tust und egal was dabei heraus kommt, du gibst stets dein Bestes mit dem was du in diesem Moment hast, mit den Ressourcen über die du verfügst. Mit dieser Gewissheit ist es irrelevant wie hoch, schnell, erfolgreich du irgendwann sein wirst, du weißt stets du hast dein Bestes gegeben und das reicht. Es reicht immer.

Positives Mindset

Auch in gesellschaftlicher Hinsicht konnte ich Einiges von ihr lernen. Frau Lee ermutigt zu mehr Freude, Spaß, aber vor allem nicht alles auf sich zu beziehen, Positivität in das eigene Leben zu lassen und dankbar für das zu sein, was man hat, was man jeden Tag erlebt. Sie ist in Zeiten aufgewachsen, in denen sie sich jeden Tag über ein gutes Stück Brot gefreut hat. Dankbarkeit und Bescheidenheit als Tugenden, verhilft ihr jeden Tag zu innerer Freude, aber vor allem innerem Frieden. Ein „spitzer“ Kommentar eines Einzelnen oder die schlechte Laune der Gesellschaft, sie bezieht nichts davon auf sich und begegnet den meisten Situationen mit jeder Menge Humor. Die negativen Vibes ihres Gegenübers nimmt sie sich nicht an, stattdessen lässt sie diese bei ihm oder ihr. Auf einen frechen Spruch reagiert sie mit Bedacht oder Humor. Neben diesen Betrachtungen nehme ich mir zusammenfassend mit: egal welchen Job ich tue, egal welche Aufgabe ich angehe, ich sollte mir darüber im Klaren sein, dass ich mein Bestes gebe und dass mein Bestes, unabhängig von meiner aktuellen Verfassung, immer gut genug ist. Es reicht. Es ist vollkommen ausreichend. Darauf kann ich stolz sein, dafür bin ich dankbar.

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