

Die geheime Zutat einer glücklichen Beziehung
Eine glückliche Beziehung basiert auf meist auf ähnlichen Werten und Prinzipien, die man miteinander teilt. Neben klassischen Glücks-Allroundern wie einer gesunden Kommunikation, Respekt und Ehrlichkeit, kann es aber auch sehr individuell werden. Einfach, weil wir Menschen unterschiedliche Prioritäten setzen. Der eine setzt auf Sicherheit, die andere auf Freiheit. Trotz aller Individualität gibt es jedoch einen super wichtigen Beziehungs-Faktor, den viele Paare aus den Augen verlieren. Zeit, ihn zurück in deinen Fokus zu bringen.
Das gewisse Etwas einer gesunden Partnerschaft
Der Titel dieses Beitrags versprüht einen gewissen Clickbait-Duft, das gebe ich zu. Aber es geht tatsächlich um ein Thema, dass viele Paare zu wenig Beachtung schenken. Wenn ich von einer geheimen Zutat spreche, deutet das ja darauf hin, dass es neben dieser einen noch mehrere Zutaten gibt, die wiederum zu einem super genialen Rezept für eine erfüllte Partnerschaft gehören.
Definiert euer persönliches Glücksrezept
Was für dich, deinen Partner, Partnerin oder zukünftigen eine glückliche Beziehung ausmacht, hängt schon auch stark von euch beiden ab. Also von den Dingen, die euch wichtig sind. Euren Werten, Interessen, euren Rahmenbedingungen. Für manche Paare ist es total okay, mit anderen zu flirten, für andere Paare ist das ein Trennungsgrund. Das kannst du auf so ziemlich alles übertragen. Für mich als Beziehungscoach ist es deshalb nicht Sinn und Zweck der Sache, meinen Klienten und Klientinnen MEINE Definition einer gesunden und happy Beziehung aufzudrücken, sondern dass sie diese Definition für sich selbst erarbeiten.
Humor ist ein Beziehungs-Allrounder
Neben individuellen Rahmenbedingungen gibt es aber dennoch ein paar Zutaten für den happy relationship cake, die eigentlich immer gelten sollten. Als Kommunikationstrainerin sehe ich, da zweifelsohne eine gewaltfreie und offene Kommunikation. Respekt und Ehrlichkeit gehören ebenfalls dazu. Welche andere, “geheime” Qualität solltet ihr außerdem nicht vergessen? Na, kommst du schon drauf? Es ist der gute, alte Humor. Humor bringt euch als Team auch durch Phasen, die besonders anstrengend und kräftezehrend sind. Mal ganz davon abgesehen, dass Humor auch jedes schöne Erlebnis noch schöner macht.
Kannst du über dich selbst lachen?
Humor ist aber nicht gleich Humor. Ich spreche nämlich nicht von Sarkasmus, Ironie oder gar Zynismus. Ich meine vor allem die Fähigkeit über sich und gemeinsam übereinander lachen und schmunzeln zu können. Per Definition beschreibt Humor die Fähigkeit und Bereitschaft, auf bestimmte Dinge heiter und gelassen zu reagieren. Da wir mitunter besonders sensibel auf die Worte und Handlungen unserer Liebsten reagieren, ist es umso wichtiger diese Gelassenheit in uns selbst zu pflanzen und sie wachsen zu lassen.

Grenzen setzen und verteidigen
Insofern wir nämlich davon ausgehen, dass hinter jedem Kommentar oder jeder Bemerkung unseres Gegenübers eine böse oder negative Absicht steckt, werden wir diese auch finden. Nach dem Motto: „Wer suchet, der findet“. Das heißt natürlich nicht, dass du über jede spitze oder unangebrachte Äußerung hinwegsehen musst. Vor allem dann nicht, wenn sie eine klare Grenze von dir überschreitet. Beschimpfungen und alles, was klar unter die Gürtellinie geht, musst du keinesfalls akzeptieren. Außer das ist als paar so euer Ding und ihr benutzt seltsame Fantasienamen, mit denen ihr anzeigt: „Achtung Kumpel red flag“.
Sarkasmus und Ironie als Abwehrmechanismus
Aber auch bei Paaren, die überzeugt davon sind, dass ihr gegenseitiger rougher Ton nun mal ihr Ding ist, steckt meist doch mehr dahinter als „nun mal ihre Art“. Dahinter liegen größtenteils Aggressionen und unbearbeitete Gefühle oder Erlebnisse, die im Hier und Jetzt noch immer als Mittel zur Situationsbewältigung eingesetzt werden. Wann deine Grenzen erreicht ist, hängt in der Regel von dir selbst ab. Heißt, du hast andere Grenzen als ich.
Erkenne und reflektiere deine Trigger
Manchmal muss ich lachen, wenn ich irgendwelche Trash-Formate schaue und dann sagt Person A zu B: „Ey, sag mal, was ist mit deiner Erziehung los? Schrei mich mal nicht so an“, worauf Person B dann völlig austickt, weil sie der festen Überzeugung ist, der andere habe seine Mutter aufs übelste beleidigt und ist deshalb „ehrenlos“. Wie du deine Grenzen absteckst, bewusst und unbewusst, hängt also zum einen davon ab, welche Erfahrungen du gemacht hast und zum anderen, wie du heute mit diesen Erfahrungen umgehst.
Probiers mal mit Gelassenheit
Egal wann du diese Episode anhörst, als ich sie aufgenommen habe, war bzw. bin ich schwanger. Vor kurzem sagte ich zu meinem Mann, als ich auf der Couch saß, dass ich aussehen würde wie ein kleiner Buddha. Nicht weil ich Buddha shame oder mich selbst, sondern weil ich eine kleine Kugel vor mir herschiebe. Vor 7 Jahren hätte ich das niemals so entspannt über mich sagen können. Auch nicht mit dem Partner, den ich damals hatte. Mein Mann sagte darauf übrigens mit einem breiten Grinsen im Gesicht: „Aber wie ein süßer Buddha“. Wir beide haben gelacht.

Überprüfe, warum dich etwas trifft
Da für mich in meiner persönlichen Geschichte, mein Körper und mein Selbstvertrauen oftmals Thema waren, hätte ich vor einigen Jahren niemals so entspannt über mich selbst reden können. Und auch die Buddha-Bestätigung meines Partners hätte ein kleiner Weltuntergang sein können. Für echten Humor braucht es neben Gelassenheit also auch die Fähigkeit sich selbst zu reflektieren und ehrlich sich selbst gegenüber zu sein. Ich bin schwanger, ich habe eine kleine Kugel, das ist nun mal so. Das wird sich auch bis zum Ende der Schwangerschaft nicht ändern. Im Gegenteil.
“Ich werde nie wie meine Eltern”
Wenn es um unsere Stärken geht, fällt uns humorvolles Reagieren meist nicht besonders schwer. Warum auch? Mit Blick auf unsere Schwächen und vermeintlichen Schwächen ist das aber eine andere Hausnummer. Dass wir bspw. von unseren Eltern so einiges adaptieren, ist „leider“ unbestreitbar. Und so sehr wir uns auch vornehmen anders zu sein oder bestimmte Dinge anders zu handeln, passiert es uns aufgrund frühkindlichster Prägungen doch immer wieder, dass wir die Dinge genauso machen wie Mama oder Papa.
Kritik ist kein Weltuntergang
Gerade wenn wir diese Akzente und Muster mit in unsere Partnerschaft bringen und diese irgendwie negativ auf uns und unser Gegenüber wirkt, bekommen wir dann vielleicht mal den Satz zu hören: „Du bist wie dein Vater.“ Oder „Du bist genau wie deine Mutter“. Mal ganz davon abgesehen, dass dieser Satz völlig destruktiv ist, entscheiden wir aber auch, wie wir damit umgehen. Frag dich also in dieser Situation, wie viel Wahrheit dahinter steckt. Wieso tue ich das? Will ich das so machen? Wie kann ich es verändern?
Fragen statt Urteilen
Und insofern wir auf der anderen Seite stehen, macht auch hier wieder mal der Ton die Musik. Gerade in einem Konflikt ist es nämlich nicht sonderlich hilfreich, dass wenn der andere gerade ein Sturschädel ist, ihm/ihr dann auch noch ins Gesicht zu brüllen „Du bist genauso stur wie dein Vater“. Stattdessen könnten wir durchatmen und erfragen, ob da gerade die Mama/Papa des anderen durchkommt.

Humor heißt nicht weglächeln oder unterdrücken
Unabhängig von dem genauen Szenario lässt sich beinahe jede Situation besser mit einer gesunden Portion Humor handeln oder manchmal auch ertragen. Deshalb wird aber nichts unterdrückt oder weggelächelt. Auch hier gilt natürlich das Gesetz der Gleichgültigkeit, also dass ich bspw. traurig oder wütend über etwas sein kann und es trotzdem mit Humor nehme. Besonders in Situationen in denen es mal richtig Kacke läuft, weil bspw. das Baby seit Tagen nicht richtig schläft oder ein großer wichtiger Auftrag geplatzt ist.
Lachen stärkt das Immunsystem
Wenn wir es dann schaffen, nicht nur über die Situation, sondern auch über uns selbst zu lachen, dann haben wir auch keine große Angriffsfläche, in die irgendjemand anderes eindringen könnte, wodurch wir uns dann mies oder gefrontet fühlen. Lachen ist nicht nur gesund, weil es das Immunsystem stärkt und Stresshormone reduziert, es geht noch viel tiefer, wenn wir das auch wertschätzend über uns selbst können.
Blockaden und hinderliche Glaubenssätze auflösen
Insofern du dich jetzt also fragst, weshalb du viele Dinge sehr ernst oder persönlich nimmst, dich von ihnen angegriffen fühlst, liegt es auch in deiner Hand zu überprüfen, warum das so ist und welche Ursachen dafür existieren. Auf dieser Grundlage kannst du dann einen Schritt weitergehen und Mittel und Wege finden daran zu arbeiten, hinderliche Glaubenssätze aufzulösen, kleine und große Traumata zu bearbeiten, um mit dir selbst, aber auch deinem Liebling gelassener und gelöster zu sein, zu leben und zu lieben.
Beziehungscoaching, das zu dir passt
Entweder du nimmst das in deine eigenen Hände, weil du Lust drauf hast und Ahnung wie das dir gelingt. Oder du suchst Unterstützung bei einem Therapeuten, Mentor oder natürlich auch gerne bei mir als Beziehungscoach. Für den Moment wünsche ich dir, mit dir selbst, aber auch gemeinsam mit deiner Partnerin bzw. deinem Partner eine wunderbare Zeit, in der ihr euch (wieder) gemeinsam vor Lachen hin und her kugeln könnt oder auch eine unangenehme Phase mit ein bisschen mehr Gelassenheit und Heiterkeit durchsteht.
Love,
Nastasja
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