Partner an Beziehung mitarbeiten
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Beziehung beenden oder bleiben? Diese Frage kann dir helfen

Manchmal stehen wir in unserer Beziehung an einem Punkt, an dem wir uns fragen: Bleiben oder gehen? Und plötzlich wünschen wir uns nichts sehnlicher als eine klare Antwort. Aber was, wenn es eine ganz andere Frage gibt, die uns viel mehr über unsere Beziehung verraten kann? Eine Frage, die erstmal ganz simpel klingt und gleichzeitig total tief gehen kann. Denn sie führt uns zurück zu dem, was uns ursprünglich an diesem Menschen berührt, begeistert und angezogen hat. Und vielleicht bringt sie dabei etwas ans Licht, das wir im Alltag längst aus den Augen verloren haben oder lieber nicht sehen möchten. In diesem Beitrag schauen wir genau dort hin. Ehrlich, emotional und ohne vorschnelle Antworten. 

Gehen oder bleiben? Zweifel an der Partnerschaft

Viele Menschen fragen sich an dem ein oder anderen Punkt in ihrer Beziehung: Gehe ich oder sollte ich bleiben?
Als Paarberaterin und Beziehungscoach werde ich oftmals gefragt, woran man das erkennt. Was überwiegen muss? Woran man schließlich weiß, wann es besser ist zu gehen oder doch dranzubleiben? Und diese Fragen sind total verständlich, weil es letztlich darum geht, Sicherheit zu bekommen bzw. zu fühlen. Sicherheit im Rahmen einer meist sehr komplexen und schwierigen Situation.

Widerstand beim Thema Trennung

Ein recht kontroverser Versuch wäre, diese Frage mit einem Ja oder einem Nein zu beantworten, um schließlich eine erste Reaktion auf diese klare Antwort zu provozieren. Fragst du mich, ob du bleiben sollst, und ich antworte „eiskalt“ mit „Nein“, wirst du vermutlich eine Reaktion in dir spüren, die sehr aufschlussreich sein kann. Aber nur weil du bspw. einen inneren Widerstand spürst, wenn ich auf dein Bleiben mit einem Nein reagiere, heißt das nicht, dass das die einzig vernünftige Entscheidung ist. Dein Widerstand kann nämlich von Ängsten ausgelöst werden, die nichts mit einer rationalen Abwägung zu tun haben. Oder aber mit einer Abhängigkeit, von der du dich noch nicht bereit fühlst, dich zu lösen. Was okay ist. Solange du nicht gefährdet bist.

Würdest du dich heute nochmal verlieben?

Diese Provokation kann also aufschlussreich, aber doch auch etwas eindimensional sein. Eine bessere Richtung finde ich: einen Denkanstoß, der nicht nur softer, sondern auch vielschichtiger ist. Und das könnte mit der folgenden Frage gelingen: „Würdest du dich heute noch einmal in deinen Partner verlieben?“

Vielleicht kam in dir direkt ein erster Impuls auf. Ein Ja oder Nein. Oder doch ein abwägenderes Vielleicht. Angenommen, du beantwortest diese Frage mit „Ja“, dann könnte das ein Indiz dafür sein, dass es sich lohnt, an der Partnerschaft dranzubleiben, an ihr zu arbeiten und mit ihr zu wachsen. Denn ganz offensichtlich kannst du dich auch im Jetzt mit Eigenschaften, Verhaltensweisen oder anderen Bewertungsmaßstäben deines Partners verbinden, die dich damals schon gecatcht haben. Das ist eine gute Basis. Eine sehr gute sogar.

Melancholie oder emotionale Abhängigkeit?

Reicht diese Erkenntnis aus, wenn die Partnerschaft auf Spannung ist? Vermutlich nicht. Denn ganz offensichtlich gibt es Konflikte zwischen euch, die eure Beziehung strapazieren. Und an diesen dürft ihr arbeiten. Eine gute Voraussetzung für diese Arbeit ist es dennoch.
Was passiert aber, wenn deine erste Reaktion auf die Frage nach dem erneuten Verlieben im Jetzt ein „Nein“ ausgelöst hat? Entwarnung: Auch das muss nicht bedeuten, dass du sofort alle Seile kappen musst. Gib deinem „Nein“ stattdessen mehr Raum. Gehe hier in eine innere Entdeckungsreise: Worauf bezieht sich das Nein? Weißt du, dass du heute nicht mehr mit einem Verhalten leben kannst, was er damals schon gezeigt hat, du aber nicht mehr kompensieren oder relativieren willst? Ist die Anziehung nicht mehr da? Was umfasst dieses „Nein“?

Beziehungskrise oder normaler Alltag?

Vielleicht habt ihr euch auf unterschiedliche Weise entwickelt und du weißt, dass der Mensch von früher heute nicht mehr passt. Dann könntest du ergründen, ob dein Bild einfach zu stark eingefärbt und du dadurch befangen bist oder ob eure Überschneidungen wirklich nicht mehr vorhanden sind und sein werden.

Dieser inneren Entdeckungsreise würde ich ein bisschen Zeit geben. Denn unsere Tagesform und andere äußere Umstände können auch hier einen starken Einfluss haben. Wenn du seit Wochen schlecht schläfst, weil das Baby zahnt, das Pensum auf Arbeit einfach nicht abreißt oder die Krankheit eines Angehörigen viel abverlangt, trübt das unseren Blick aufeinander ungemein. Warum? Weil unser Nervensystem auf Anschlag und die Ressourcen im Minus sind. Wobei die äußeren Umstände keine dauerhafte Ausrede für einen Stillstand in der Partnerschaft bzw. ein Vermeiden von ernsten Themen bedeuten dürfen.

Anziehung zum Beginn der Beziehung 

Ob ich mich heute noch einmal in meinen Partner verlieben würde, gibt enorm viel Aufschluss darüber, weshalb ich mich damals verliebt habe. Und lenkt damit den Fokus auch auf das, was mich berührt, begeistert oder angezogen hat. Dementsprechend handelt es sich hier um einen sehr positiven, emotionalen Blickwinkel eines doch sehr ernsthaften Themas.

Sollte diese Frage starke Emotionen in dir auslösen, rate ich dir dazu, sie einfach erstmal anzunehmen und durch dich durchfließen zu lassen. Auch das kann ein erster Türöffner für ein gutes und ehrliches Gespräch miteinander sein.

Beziehung retten oder loslassen? Professionelle Unterstützung suchen 

Wenn sich das „Nein“ für dich stimmig anfühlt und du trotz bzw. wegen aller damit verbundenen Fragen zu der Erkenntnis kommst, dass dieses damalige Match heute nicht mehr zustande kommt und kommen wird, bist du deiner Antwort um eines näher gekommen. Und dann geht es vermutlich darum, den nächsten Schritt zu gehen, was meist das transparente Gespräch nach sich zieht.

Sollte sich das „Nein“ für dich nicht stimmig anfühlen, weil du merkst, dass es mit vielen „Abers“ und „Weil“ verbunden ist, kann es ein Zeichen dafür sein, sich diesem Thema noch bewusster zuzuwenden. Vermutlich sogar mit Experten-Unterstützung. Denn genau dann wäre es sinnvoll zu schauen, in welchen Beziehungsbereichen die Unzufriedenheit da oder besonders groß ist. Wo ihr euch gegenseitig triggert oder in einer destruktiven Dynamik verstärkt. Was dazu geführt hat, dass es so gekommen ist, aber auch, was euch dabei hilft, diese Distanz zu überwinden bzw. ständige Streitereien nachhaltig zu lösen.

Wenn du oder ihr dabei Schützenhilfe wünscht, findet ihr die bei mir. Ein erstes Kennenlerngespräch könnt ihr euch auf meiner Website auswählen.

Und ansonsten hoffe ich von Herzen, dass diese Fragen dich auf deinem ganz individuellen Weg schon ein Stück weitergebracht haben. 

Love,
Nastasja 

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